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Sonntag, 10. Januar 2016

Der sehr umstrittene Kanal durch Nicaragua wird evtl. doch nicht gebaut werden

Die chinesische Firma HKND will zwischen der nicaraguanischen Atlantik- und Pazifikküste einen Mega- Kanal von fast 289 km bauen. Unterstützt und gefördert werden sie vom sozialistischen Präsidenten Nicaraguas, Daniel Ortega, der hofft wirtschaftliche Probleme zu lösen und seine eigene fallende Popularität wieder zu steigern.
Aber das Projekt ist zu groß für die Partner, denn auch die Chinesen haben es im Moment nicht so einfach und die Regierung ist offiziell nicht beteiligt.
Schwere Proteste von Umweltschützern, Ureinwohnern und Wirtschaftsexperten wurden zwar nicht angehört- jetzt löst der strakte Kursverfall vielleicht dieses große Problem.

Samstag, 26. September 2015

Der Vulkan Massaya, die Laguna de Apoyo und der Mirador de Catarina

Der Nationalpark Vulkan Massaya wurde 1979 eröffnet und ist der älteste des Landes. Der Park bietet mehr als 20 km wunderschöne Wanderwege, die sich um zwei Vulkane (Massaya 635 m und Nindiri 590 m) und fünf Kratern winden. Von verschiedenen Aussichtspunkten im Park hat man einen weiten Blick auf die tolle Landschaft.

Der Vulkan ist einer der am leichtesten zugänglichen der Welt, man kann ganz einfach mit dem Auto eine asphaltierte rund 6 km lange Straße bis zum Krater Sanitago hinauffahren. Lediglich das Auto muss man in Fluchtrichtung parken, für den Fall, dass der Krater plötzlich festes Material auswirft.

Interessant auf der Straße zum Krater ist auch das nette Museum im Besucherzentrum mit tollen Darstellungen zur Naturgeschichte des Vulkanes und schönen Wandgemälden.

Der  Santiago Krater ist einer der aktivsten des Landes. Eine grausige Legende besagt, dass die Chorotega-Indianer junge Frauen in die brodelnde Lava stießen, um die Göttin des Feuers zu beruhigen. Die spanischen Eroberer warfen später einfach Ungläubige und Verbrecher in das glühende Magma. Und, um den Teufel auszutreiben, errichteten sie am Kraterrand das Bobdilla-Kreuz (nach dem Priester Bobadilla). Das Somoza-Regine hatte diese grausame "Tradition" wieder eingeführt und es wurden politische Gegner mit Hubschraubern über den Krater geflogen und dann in die Tiefe geworfen.



Ein ganz besonderes Erlebniss sind die Nachtwanderungen am Krater. Glühend rot leuchtet es und die aufsteigenden Rauchwolken werden vom heißen, flüssigen Magma angestrahlt. Zudem sieht man auch einen erkalteten Lavatunnel und man macht einen Ausflug zu den Fledermaushöhlen. Ein guter Anbieter dieser geführten Abendtouren ist Tierra Tour; in der Fussgängerzone in Granada zu finden.




Die meisten Busse von Massaya oder Granada halten auf Wunsch am Eingang des Nationalparkes. Ein Problem ist aber,
die 6 Kilometer lange und sehr steile Strasse zum Krater zurückzulegen. Besser ist es, ein Taxi ab Massaya oder Granada zu nehmen oder eine organisierte Tour zu buchen.













Nach einem Besuch des Nationalparks Vulkan Massaya bietet sich noch ein Besuch der hübschen weißen Dörfer und des Mirador de Catarina und der Laguna de Apoyo an.










Der Mirador de Catarina ist einer der schönsten Aussichtspunkte Nicaraguas. Von dort aus sieht man nicht nur die Laguna de Apoyo, sondern auch den Vulkan Mombacho und den Nicaragua See. Die Lagune Apoyo eignet sich hervorragnend zum Schwimmen, Kayak fahren und faulenzen. Sie steht unter Naturschutz und man kann viele verschiedene Vogelarten sowie Brüll-und Kapzuzineraffen beobachten bzw. hören.





Sonntag, 20. September 2015

Ometepe - die wunderschöne "Abenteuerinsel" - auf der Liste der Topreiseziele nicht mehr wegzudenken... der Ostteil...

Die schönsten Strände der Insel Ometepe findet man ganz klar an der schönen, vom Winde verwehten, Playa Santo Domingo. Ob schwimmen, faulenzen, spazieren gehen oder ein gutes Essen - die Playa Santo Domingo lässt jedes Urlauberherz höher schlagen. Gute Küche, serviert auf einer schönen Terasse hat z. B. das Hotel Villa Paraiso zu bieten.


Lohenswerte Ausflüge sind Richtung Norden der San Ramón Wasserfall, erreichbar nach einer 3-stündigen Wanderung ab der Estación Biológica y Lodge in San Ramón. Am Ende der Trockenzeit hat der Wasserfall oft kein Wasser - besser vorher nachfragen, bevor man sich auf den Weg macht.

Ein Paradies für Wasservögel, Kaimane und Schildkröten ist der Fluss Rio Istiam. Absolult empfehlenswert sind die Toruen vom Hotel Cabalitto's del Mar. Fernando, der lustige und nette Besitzer aus Barcelona bietet nahe von Mérida zudem Unterkünfte in jeder Preisklasse an. Wer sich abseits der Zivilisation erholen will und das ursprüngliche Ometepe kennen lernen will ist hier genau richtig.

 


Im Norden der Insel Ometepe befinden sich auch die zahlreichen jahrtausendealten Petroglyphen, verstreut zu Hunderten um Balgüe und  Mérida.  Am einfachsten zu finden für Touristen sind die Petroglyphen auf der Finca Magdalena und der Finca Porvenir, die auch sonst einen Besuch wert sind.

Richtung Süden von der Playa Santo Domingo lässt sich gut noch ein Halbtagesausflug Richtung Altagracia unternehmen. Altagracia ist die ursprüngliche indigene Hauptstadt von Ometepe, die sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat. Sehenswert sind die alten Monolithen neben der Kirche und das interessante Dorfmuseum Museo de Ometepe, wo man einen guten Überblick über die Bräuche und die Fauna und Flora der Insel bekommt.

 

Auf dem Rückweg nach Santo Domingo kann man sich noch in der überaus auch bei Insulanern beliebten Badegelegenheit "Ojo del Agua" erfrischen. Das Wasser für die zwei Becken kommt aus dortigen Quellen und ist kristallklar.




Freitag, 28. August 2015

Legenden und Traditionen... aus Nicaragua


Wenn Sie in mittelamerikanischen Ländern unterwegs waren, sind Sie vielleicht schon einmal an einem Festumzug vorbei gekommen, bei dem seltsame, riesige Puppen getanzt haben. Auch vor und während der "Griteria", dem wohl bekanntesten Fest in Nicaragua sieht man täglich abends Gruppen von Kindern mit diesenVerkleidungen durch die Stadt León ziehen.


 
In Nicaragua heißt diese auffällige Dame ‚La Gigantona‘ (die riesige Fraut) und der winzige Herr mit dem großen Kopf neben ihr ‚El Pepe Cabezón‘. La Gigantona ist ursprünglich aus Spanien nach Nicaragua gebracht worden und repräsentiert mit ihrer Größe die spanischen Konquistadoren mit ihrer Überlegenheit während Pepe, der die neuen Mestizen darstellt, ganz frustriert ist, weil er von ihr abgelehnt wird. Zwar scheint der kleine Pepe unterlegen zu sein, allerdings stellt er mit seinem riesigen Kopf auch die Intelligenz der Nicaraguaner dar. Ein stolzes Volk voller Geschichte, Legenden und Revolution. Die Gigantona und ihren Pepe Cabezón können Sie übrigens in León im ‚Museode Leyendas y Tradiciones bewundern.



Es ist das unterhaltsamste Museum von León, in dem bei äußerst interessanten Führungen auf Spanisch oder Englisch amüsante Anekdoten und Sagen erzählt werden, die mit verschiedenen Pappmaschee-Figuren (wie Persönlichkeiten der Stadtgeschichte oder Sagenhelden), welche von der Gründerin des Museums Dona Carmen Rurion Lopez selbst hergestellt wurden, veranschaulicht werden.
Sehenswert sind auch die riesigen Wandmosaiken mittels denen man viel über die schreckliche Zeit der Diktatur von Somoza erfährt.



Außerdem sehenswert ist das Museum Arte Fundación Ortiz-Gurdián (Sonntags freier Eintritt), indem man zeitgenössische Gemälde und internationale Kunst mit dem Schwerpunkt Kolonialzeit in Mittelamerika bewundern kann.


Ein Museum der besonderen Art ist das Revolutionsmuseum gegenüber der Kathedrale. Auf Wunsch kann man auch das Dach besteigen. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt, die Vulkane und man kann den Sonnenuntergang über Leon bewundern.

Blick vom Dach des Revolutionsmuseums auf Leon

Wer Ruhe sucht und mehr über die Fauna Nicaraguas erfahren will, kann den kleinen aber feinen botanischen Garten der Cimac am Rande der Innenstadt (Iglesia El Calvriao Richtung Guadelope) besuchen.

Sonntag, 9. August 2015

León und seine Strände - Poneloya und Las Peñitas

 

León und seine Strände - Poneloya und Las Peñitas

Nur 20 Kilometer von León entfernt sind diese 2 Orte an der Pazifikküste zu finden. Wochentags sind die Strände beinahe menschenleer... Während der Griteria, an Weihnachten und Ostern hingegen strömen viele Leónenser hierher an den Strand um Party zu feiern oder Urlaub zu machen. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht, sollte einen Besuch zu diesen Zeiten vermeiden.

Der Bus nach Poneloya fährt vom Mercadito in Subtiava ab (am besten für 20 Cordoba ein Taxi dorthin nehmen) und benötigt zw. 40 und 50 Minuten an den Strand. Die Busse fahren alle 50 Minuten und füllen sich sehr schnell.
Wer keine Lust zum Bus fahren hat kann sich auch ein Taxi nehmen. Der Preis pro einfache Fahrt ab León beträgt ca. 260 Cordoba.. Die Fahrt dauert 20 Minuten .





An der Küste gabelt sich die Straße - rechts liegt Poneloya und links liegt Las Peñitas. Las Peñitas hat eine bessere touristische Infrastruktur - hier sind die meisten Hotels und Restaurants zu finden.. Neben dem alteingesessenen "Playa Roca" - Hotel und Restaurant - ein guter Platz, malerisch gelegen um den Sonnenuntergang zu beobachten haben eine Vielzahl an guten neuen Restaurants und Hotels eröffnet. Die Zimmerpreise liegen um die 30 $.

Von Las Peñitas aus gelangt man auch in das Naturschutzgebiet "Isla Juan Venado", ein auf einer Insel gelegenes Naturreservat. Auf einer Länge von 20 km bildet tropischer Wald mit Mangroven den Lebensraum für eine arteinreichte Tierwelt. Touren dorthin bucht man am besten  mit einem Veranstalter von León aus.

Nördlich von Poneloya liegt auf der "Isla Los Brasiles" malerisch die "Surfing Turtle Lodge". Wer einen Traumstrand, Ruhe und Einsamkeit sucht findet dies dort. Auch empfehlenswert für einen Tagesausflug. An der letzten Bushaltestelle in Poneloya aussteigen und bei den Fischern nachfragen.

Samstag, 1. August 2015

León - viele Reisende verlieben sich in Granada, ihr Herz aber verlieren sie in León...


León, die zweitgrößte Stadt Nicaraugas mit rund 140.000 Einwohnern ist eine koloniale Schönheit.
Die Kathedarale ist die größte in Lateinamerika. 1747 wurde mit dem Bau begonnen und erst 1860 wurde die Catedral de la Asunción fertiggestellt. Die Türme der Kathedrale können bestiegen werden, von dort hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt und seine Umgebung.



León ist eine junge Stadt. Viele junge Menschen aus dem gesamten Norden des Landes studieren hier an der ältesten Universität in ganz Lateinamerika, die zu Beginn des 19. Jahrhundert gegründet wurde.


Das ursprüngliche León befand sich nahe am Vulkan Momotombo, am Ufer des Managua Sees und fiel einem Vulkanausbruch 1610 zum Opfer. Anslchließend wurde es an der heutigen Stelle, neben der Siedlung Subtiva wieder aufgebaut. Erst 1902 wurde das Gebiet von Subtiava León zugewiesen, ist heute der größte Staddtteil Leóns und hat sich bis heute seine indigene Eigenständigkeit bewahrt.
Ein Nachmittag in diesem traditionsreichen Viertel im Westen der Stadt lohnt sich.




Freitag, 24. Juli 2015

Nicaraguas unentdeckter Norden - wie der Kaffee nach Matagalpa kam



Matagalpa ist eine schöne, ruhige Stadt auf 700 Metern Höhe.
Hier befinden sich die wichtigsten Kaffeeplantagen des Landes. Viele Deutsche wanderten Mitte des 19. Jahrhundert hierher aus.
An ihrer Spitze Ludwig Elster und Katharina Braun. Sie profitierten davon, dass die nicaraguanische Regierung ihnen Land schenkte, wenn sie sich dazu verpflichteten, Kaffee anzubauen.








Kaffee wächst am besten in einer Höhe von 700 bis 1500 Metern und der nährstoffreiche Boden um Matagalpa ist perfekt für den Kaffeeanbau.

Matagalpa ist inszwischen eines der wichtigsten Zentren für Kaffeanbau in Zentralamerika. Ein zunehmender Teil davon ist Kaffee aus organischem Anbau.


Auf Nachnamen wie Kühl, Haas, Bonnermann trifft man oft.
Natürlich hat Matagalpa auch sein eigenes Kaffeemuseum, ganz in der Nähe des Parque Central.





Die Umgebung von Matagalpa eignet sich hervorragend zum Wandern. Zu den schönsten Wandergebieten gehört der Selva Negra (Schwarzwald), gelegen an der Straße nach Jiontega (Bus oder Taxi nehmen), beim alten Panzer befindet sich auch das Eingangsschild, rechts abbiegen und dem ein Kilometer langen Weg bergauf folgen. Selva Negra bietet verschiedene Touren an, mitunter eine sehr interessante Kaffetour (vorher reservieren) und danach kann man sich mit einem Stück Schwarzwälder-Kirschtorte stärken.

Das Projekt "Schätze von Matagalpa" hat 5 tolle thematische Wanderungen um Matagalpa zusammengestellt. Karten sind im Centro Girasol erhältlich und das Geld kommt vollständig einer Organisation zugute, die Familien mit behinderten Kindern unterstützt.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Vulkanausbruch in Niacaragua

In Nicaragua steht der Vulkan Telica seit einigen Tagen kurz vor dem Ausbruch. Es leben rund 2500 Menschen in unmittelbarer Umgebung des Vulkans, evakuiert wurde nicht. auch für Touristen ist der Vulkan noch zu besuchen. Einige Besucher haben somit spektakuläre Bilder direkt am Vulkan machen können.
Seit Sonntag dem 10.05. soll es auf dem Telica, immerhin einer der aktivsten Vulkane in Mittelamerika, immer wieder kleine Ascheexplosionen gegeben haben. Auch leichte Erbeben seien zu spüren gewesen.

Mittwoch, 27. August 2014

Interessante Ziele auf einer Reise durch Nicaragua

Nicaragua bietet so einiges zu sehen und zu erleben, hier eine Übersicht der spannendsten Highlights.


Nicaragua zeigt eine üppige Natur mit vielen Kontrasten und eine lebensfreudige Bevölkerung, die Besucher sehr willkommen heißen.

Die Hauptstadt Managua liegt etwa 20 km vom Pazifik und nah bei den zwei großen Seen von Nicaragua: dem Nicaragua- See (der Lago Cocibolca ist der größte See von Mittelamerika) und dem Lago de Managua (auch Xolotlán genannt). Im Nicaragua- See liegt die größte Süßwassersee- Insel der Welt, die Isla Ometepe mit zwei Vulkanen (dem Vulkan Concepción mit 1.612 m und dem Vulkan Maderas mit 1.338 m Höhe), schönen Süßwasserstränden und zahlreichen Felszeichnungen. Durch mehrere Ausbrüche sind die ursprünglich zwei Inseln durch Lavaströme zu einer Insel zusammengewachsen.

Auch die „Islas de Solentiname“, eine reizende Inselgruppe im Süden des Sees ist wegen Kultur und Kunsthandwerk weit über die Grenzen von Nicaragua bekannt. Hier hat der Dichter Ernesto Cardenal lange Zeit gelebt.
am Rio San Juan, Nicaragua

Der Rio San Juan ist der Grenzfluss zu Costa Rica und entspringt am südöstlichen Ende des Sees bei der Ortschaft San Carlos. Er mündet 200 km weiter östlich bei San Juan de Nicaragua in die Karibik. Am Rio San Juan, ist trotz einer wachsenden Infrastruktur noch alles ehr ursprünglich, das einzige Beförderungsmittel ist das Boot, einige Stromschnellen im Fluss machen den San Juan für große Schiffe unbefahrbar. Empfehlenswerte Ziele am San Juan sind der Ort el Castillo und das Naturschutzgebiet La Reserva Indio-Maiz.
Lago de Nicaragua

Die Hauptstadt Managua ist für den Besucher weniger interessant, dafür die 2 kolonialen Städte Granada und León umso mehr. Granada ist die drittgrößte Stadt von Nicaragua und liegt an der Westküste des Nicaragua- Sees.

Granada ist Partnerstadt von Frankfurt a. M. und bietet zahlreiche koloniale Sehenswürdigkeiten.
Santiago de los Caballeros de León liegt ganz  im Westen von Nicaragua. Die Stadt hat ungefähr 165.000 EW und ist stark landwirtschaftlich orientiert. Die berühmte Kathedrale León Basilica de la Asunción gilt als die größte und älteste in ganz Mittelamerikas.

Badeziel ist der kleine Ort San Juan del Sur an der südwestlichen Pazifikküste. Das populäre Ziel für Besucher aus dem In- und Ausland. Es werden viele Aktivitäten, wie Fischen, Schwimmen, Tauchen und Surfen angeboten, außerdem ist das Nachtleben in dem kleinen Ort weithin berühmt.

Samstag, 23. August 2014

Ein neuer Kanal soll dem Panama- Kanal Konkurrenz machen


Der Panamakanal wird bald seinen 100. Geburtstag feiern und gilt als wichtigster Transportweg von Mittelamerika.  Der Kanal verbindet mit einer Länge von 82 km den Atlantik mit dem Pazifik und seit der Fertigstellung 1914 haben sich die Schiffe den weiten und gefährlichen Weg um Kap Horn gespart. Der Kanal verbindet die Städte Colón am Atlantik- und Balboa, einem Vorort von Panama-City am Pazifik und ist durchgehend zweispurig- also  für Gegenverkehr ausgelegt.

Die Schiffe werden bei Colón durch die Gatún-Schleusen zu dem auf 26 Metern u.N. Gatún- Stausee gehoben, fahren durch den See und den Río Chagres, durchqueren im Gaillard-Kanal eine Bergflanke und werden mit den nah beieinander liegenden Pedro- Miguel- und Miraflores- Schleusen wieder zum Pazifik hinabgelassen.

Die durch den Panamakanal transportierten Waren entsprechen etwa 5% des weltweiten Seefrachtverkehrs. Der Kanal produziert fast acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Panama.
Jetzt plant Nicaragua dem Panama- Kanal Konkurrenz zu machen. Die sozialistische Regierung unter Daniel Ortega hat einem Konsortium aus Hongkong einen Bauauftrag erteilt. Dieser Kanal soll allerdings eine Länge von über 300 km haben, die Regierung erhofft sich damit die leeren Staatskassen zu füllen.

Eine genaue Route ist noch nicht festgelegt worden, der Bau soll allerdings schon 2015 beginnen. Die Route über den Rio San Juan ist wohl ausgeschlossen worden, da die Regierung dort 2 große, starre Brücken neu gebaut hat- die einen Schiffsverkehr unmöglich machen. Umweltschützern beklagen, dass alle derzeit diskutierten Routen durch den Nicaraguasee führen. Umweltschäden für diese sehr wichtige und fragile Eco- System werden befürchtet.