Sonntag, 26. Juli 2015



San Gerardo de Dota- Nebelwald in Costa Rica

Nur eineinhalb Stunden Fahrt von Costa Ricas Hauptstadt San José entfernt befindet sich dieser kleine Ort, umgeben von dichtem Nebelwald. 

der Quetzal- der Göttervogel
San Gerardo de Dota liegt nahe vom höchsten Pass in Costa Rica, dem "cerro de la muerte". Dichter Nebel und viel Feuchtigkeit sind typisch für diese Gegend- der Pass erreicht immerhin fast 3450 m über dem Meeresspiegel.
Früher sind hier Menschen erfroren- daher der Name vom Todesberg.

In San Gerardo herrscht der Nebelwald vor, Ornithologen haben hier viel zu sehen. Besonders bekannt ist die Gegend für das häufige Vorkommen des Quetzals- des Göttervogels

Viele Wanderwege führen durch das Tal, Wasserfälle, Seen und Fischteiche. Es gibt einige kleine und mittelgroße Hotels, die (geheizte) Zimmer für ihre Gäste anbieten. 

Wir empfehlen die Trogon- Lodge, mittlere Preisklasse, tolle Naturguides und hervorragendes Essen.

Die Trogon- Lodge in San Gerardo de Dota


Freitag, 24. Juli 2015

Nicaraguas unentdeckter Norden - wie der Kaffee nach Matagalpa kam



Matagalpa ist eine schöne, ruhige Stadt auf 700 Metern Höhe.
Hier befinden sich die wichtigsten Kaffeeplantagen des Landes. Viele Deutsche wanderten Mitte des 19. Jahrhundert hierher aus.
An ihrer Spitze Ludwig Elster und Katharina Braun. Sie profitierten davon, dass die nicaraguanische Regierung ihnen Land schenkte, wenn sie sich dazu verpflichteten, Kaffee anzubauen.








Kaffee wächst am besten in einer Höhe von 700 bis 1500 Metern und der nährstoffreiche Boden um Matagalpa ist perfekt für den Kaffeeanbau.

Matagalpa ist inszwischen eines der wichtigsten Zentren für Kaffeanbau in Zentralamerika. Ein zunehmender Teil davon ist Kaffee aus organischem Anbau.


Auf Nachnamen wie Kühl, Haas, Bonnermann trifft man oft.
Natürlich hat Matagalpa auch sein eigenes Kaffeemuseum, ganz in der Nähe des Parque Central.





Die Umgebung von Matagalpa eignet sich hervorragend zum Wandern. Zu den schönsten Wandergebieten gehört der Selva Negra (Schwarzwald), gelegen an der Straße nach Jiontega (Bus oder Taxi nehmen), beim alten Panzer befindet sich auch das Eingangsschild, rechts abbiegen und dem ein Kilometer langen Weg bergauf folgen. Selva Negra bietet verschiedene Touren an, mitunter eine sehr interessante Kaffetour (vorher reservieren) und danach kann man sich mit einem Stück Schwarzwälder-Kirschtorte stärken.

Das Projekt "Schätze von Matagalpa" hat 5 tolle thematische Wanderungen um Matagalpa zusammengestellt. Karten sind im Centro Girasol erhältlich und das Geld kommt vollständig einer Organisation zugute, die Familien mit behinderten Kindern unterstützt.

Samstag, 18. Juli 2015

Nicaraguas unentdeckter Norden - der Canon de Somoto - gerade einmal 75 Millionen Jahre alt

Die kleine, versclafene Stadt Somoto, nur 20 Kilometer zur Grenze Honduras entfernt, war vor 2003 nur für seine vielen Esel und die rosquillas (Maiskuchen) - eine Spezialiät in Nicaragua bekannt.

2003 stolperten 2 tschechische Wissenschaftlich über eine Spalte in er unebenen Tonerde außerhalb der Stadt Somoto und entdeckten den Somoto Canyon... hier entspringt der Rio Coco, der sich bis in die Karikbik schlängelt. Die Einheimischen wussten natürlich schon immer von der Existenz der Schlucht. Sie nannten sie La Estrechura. Den Chorotegas, den Ureinwohnern , war die Region hingegen al Tepezonate (Wasserberg) bekannt.



Einen Ausflug in diese Schlucht sollte man auf keinen Fall verpassen. Drei Routen führen durch den Canon. Beliebt ist der 6 km lange Rundweg von 4 Stunden, der direkt in der Schlucht beginnt und der herrlich zum Schwimmen und Wandern ist. Der 12 km lange Rundweg von 6 Stunden macht noch einen Schlenker zu zwei Fledermaushölen weit über der Schluchtkante. Bei der 3-stündigen "Light"-Version wird man auf einem kleinen Boot den Fluss hinaufgepadelt und man lässt sich in einem aufblasbaren Reifen gemütlich zurücktreiben.

Der Eingang des Canyon befindet sich in der Gemeinde Sonis, wo es Guides gibt (unerlässlich für die Schlucht) und es auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt.





Freitag, 17. Juli 2015

Neues Luxus Hotel in Süd- Costa Rica eröffnet

in Ojochal von der Alma Group, die auch schon das Hotel el Castillo gegründet haben und führen

Jetzt gibt es das Hotel "Cielo en la tierra"- der Himmel auf Erden.

http://www.cieloenlatierracr.com/

Dienstag, 7. Juli 2015

Windpark Santa Ana

Wussten Sie schon.....

Und so kann  man in Richtung Norden auch wieder vom Berg herunter
Dass die 17 Windgeneratoren von Santa Ana Windpark täglich 111682 kWh Strom erzeugen? Das ist  monatlich: 3397 GWh.
Das ist gleichzusetzen mit 13697 Tonnen konventionellen Brennstoffen- sie in diesem Fall nicht verbrannt werden.
Zum Vergleich: Ein mittleres Atomkraftwerk hat eine Nennleistung von etwa 1.200 Megawatt, das entspricht nach jährlich etwa 9 Milliarden Kilowattstunden Strom- also knapp das Dreifache wie diese Windanlage.

Sonntag, 28. Juni 2015

Costa Rica: la Fortuna & der Vulkan Arenal


Bei einer Reise nach Costa Rica gehört ein Besuch vom Vulkan Arenal einfach dazu. Man hört oft: „mir ist das zu überlaufen“, „ das ist so amerikanisiert“ oder „der Vulkan steckt doch immer nur im Nebel“.
Blick auf den Vulkan Arenal

Nun, so ist das nun einmal- interessante, schöne Ort werden nun einmal auch gerne besucht. Und auch Amerikaner haben das Recht dorthin zu gehen. Als Europäer trifft man diese aber relativ selten, da sie meist in den größeren, teuren Hotels absteigen. Ist ja klar, da in den USA die Urlaubszeiten viel kürzer sind. Damit kann man dann pro Tag auch mehr ausgeben.
Der Ort la Fortuna ist klein und übersichtlich und hat ein nettes Zentrum rund um den Plaza Central. Hier kann man so viel unternehmen, dass man ohne Probleme einige Tage in la Fortuna verbringen kann. Und damit löst sich dann auch das Problem mit der Sicht auf den Vulkan. www.lascolinasarenal.com und bei alautentico
Wer einige Tage in la Fortuna verbringt, der hat mit großer Sicherheit auch die Chance, den Vulkan in seiner gesamten Erscheinung zu sehen. Besonders, wenn man ein Hotel hat, von dem man einen direkten Blick auf den Vulkan hat. Dazu empfehlen wir das Hotel las Colinas im Zentrum von la Fortuna. TEL: +506 2479 9305. Hier kann man eine virtuelle Tour durchs Hotel starten.
Von hier kann man jede Menge Touren & Ausflüge starten. Wer ein eigenes Auto hat, der kann vieles auf eigene Faust erleben. Besonders gut gefällt uns die Tour zum Rio Peñas blancas. Ruhig auf dem Fluss treiben, im Schlauchboot, Kajak oder Kanu, viele Tiere kennen lernen und auch in alte Traditionen des ländlichen Lebens in Costa Rica eindringen.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Kino- angeblich in Costa Rica


Jurassic World, der neue Spielberg Film über Dinosaurier und eine Katastrophe durch eine neu gen- entwickelte Spezies, die Indominus Rex hat diverse Kassen- Rekorde gebrochen- darunter den IMAX-Welt Rekord.

Inhalt: Das auf einer (fiktiven) Insel vor Costa Rica entstandene Abenteuer- Ressort „Jurassic World“ lockt täglich zig- Tausende Besucher in die neu geschaffenen Welt der Dinosaurier. Kinder können Mini-Triceratopse streicheln oder der Fütterung eines  Wasserdinos zusehen.
Bis der genmanipulierte Indominus Rex zuschlägt und auch friedliche Saurier- Arten zu gefährlichen Ausbrechern macht.

mit Chris Pratt, Jake Johnson, Nick Robinson, Ty Simpkins, Bryce Dallas Howard, Irrfan Khan, Judy Greer
Regie von Colin Trevorrow
Produktion: Steven Spielberg

Freitag, 5. Juni 2015

Neuer Rekord für Costa Rica: 

zweieinhalb Monate hat Costa Rica den Energierbedarf des gesamten Landes zu 100% aus regenerativen Energien gedeckt.


mehr dazu:

http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=3ce4cc71-5482-464a-b7bb-f737b790575d

Freitag, 29. Mai 2015

Was ist das meteorologische Phänomen „el Niño“?


Der Begriff kommt ursprünglich aus Peru.Die dortigen Fischer nannten dieses regelmäßig wiederkehrende Klimaphänomen “El Niño”, was auf Spanisch "das Kind" heißt, aber auch für den „Niño Jesus“, das Christkind genutzt wird.

Den Namen gaben sie, da sich regelmäßig zu Weihnachten das Wasser im Pazifik vor der Küste von Peru erwärmte. Aufgrund der Erwärmung des Wassers sind die Fischschwärme abgewandert. Der Begriff ist ironisch gemeint, da das Christkind ihnen nur regelmäßig leere Netze beschert hat.

Für das Wasser im Pazifik gibt es drei mögliche Zustände. Den Normalzustand, „el Niño“ und La Niña, das im Prinzip genau das gegenteilige Phänomen von el Niño darstellt

Wie funktioniert das Phänomen  von El Niño?


El Niño ist eine Anomalie vom Klima, die im Pazifik zwischen Südamerika und Südostasien abspielt. In den normalen Jahren, wenn das Phänomen El Niño nicht aktiv ist, dann herrscht  der Südostpassat als Hauptwind im Pazifik vor. Er bläst in Äquatornähe von Ost nach West- von Amerika nach Asien. Der Passat treibt kühles Wasser an der Oberfläche von Südamerika nach Westen. Dadurch entsteht ein Wasserkreislauf. Sobald das Wasser, jetzt erwärmt in Südostasien ankommt, verdrängt es das kalte Wasser in die Tiefe und zurück nach Amerika.  Dieses kalte Wasser, das in der Tiefe fließt nun, mit Nährstoffen angereichert von West nach Ost. An der Küste von Südamerika erreicht dieses Wasser wieder die Oberfläche. Das ist der kalte und nährstoffreiche Humboldtstrom

Parallel zu diesem Wasserkreislauf findet auch eine Luftaustausch statt. Dazu zählen vor allem die Südostpassatwinde, die in Richtung Südostasien wehen. So steigt in den normalen Jahren die Luft über dem warmen, von starker Sonne erwärmten Pazifik auf und es entsteht ein Tiefdruckgebiet vor Indonesien. Dieses Tiefdruckgebiet ist die innertropische Konvergenzzone (ITC), wo der Südost- und Nordostpassat sich treffen

Vor Peru entsteht gleichzeitig, verursacht durch kaltes Oberflächenwasser ein großes Hochdruckgebiet. Sobald die Luftmassen aus dem Tief vor Asien am Hoch ankommen, sinken sie zum Meeresniveau. Der Passat schließt den Kreislauf dann wieder, in dem er wieder in östliche Richtung bläst, hin zum Tiefdruckgebiet vor Indonesien

Zusammenfassung: in den „Normaljahren“, wenn keine Christkinder unterwegs sind, dann befindet sich in Südostasien ein Tiefdrucksystem und an der Westküste von Südamerika ein Hochdrucksystem. Der Luftdruckunterschied erzeugt die Passatwinde, welche das Wasser voranschieben. Daher ist der Meeresspiegel vor Indonesien um mehr als einen halben Meter höher als vor Südamerika und um gute zehn Grad wärmer. Warmes Wasser ist Voraussetzung für den Monsun und andere Regengebiete

Dieser Austausch sorgt dafür, dass immer kaltes, nährstoff- und fischreiches Wasser vor der südamerikanischen Westküste ist.

In den Jahren, in denen El Niño zuschlägt läuft genau dieses System aus dem Ruder. Passatwinde bleiben aus und lassen das Hochdruckgebiet vor der Küste von Peru zusammenbrechen- es entsteht ein Tiefdruckgebiet. Das Oberflächenwasser wird nicht mehr wie gewohnt von Ost nach West gedrückt, sondern es fließt zurück. Die Warmwassermassen vor Indonesien fließen in Richtung Südamerika zurück. Die Warmwasserschicht von Indonesien fließt nach und nach über den Pazifik und erreicht nach mehrmonatiger Reise an Weihnachten die Küste vor Südamerika. Durch die warmen Wassermassen kehrt sich die Luftzirkulation um. Dann findet man vor der Küste von Indonesien auf einmal das kalte Wasser, das warme ist in Südamerika und bringt den Humboldtstrom zum Erliegen. Dieses warme Wasser ist verantwortlich für schwere Naturkatastrophen- nicht nur in Südamerika, sondern fast auf der ganzen Welt. Nur Europa bleibt davon verschont.

An der Ostküste von Südamerika regnet es wie verrückt- Flüsse treten über die Ufer,  Erdrutsche und Schlammlawinen töten Menschen. An der mittel- und nordamerikanischen Küste werden Stürme, Hurrikans und viel Regen gemeldet

Im Westpazifik passiert das Gegenteil. Es regnet überhaupt nicht mehr, der Monsun bleibt aus- die Folgen sind Dürre, Waldbrände und eine zerstörte Landwirtschaft

La Niña- das Mädchen


La Niña ist das Gegenteil von El Niño und tritt meist im Folgejahr auf. Dabei kühlt das Wasser vor Südamerika stark ab, so dass an sich das normale Klima herrscht- nur weit verstärkt- also viel zu viel Regen in Südostasien und Dürre in Südamerika.

Diese Jahr, 2015 wird von den Wissenschaftlern ein starker „El Niño“ vorausgesagt



Vor 17 Jahren starben 24.000 Menschen durch „El Niño“ und es ist ein Milliarden Schaden entstanden- dieses Jahr sieht es danach aus, als ob das „Christkind“ wieder mit einer ähnlichen Intensivität zuschlagen wird.

Dienstag, 19. Mai 2015

Nachricht vom Wall Street Journal: US-Drogenfahndung ermittelt gegen Regierungsmitglieder aus Venezuela


Heute erscheint im Spiegel Online ein interessanter Artikel über die Regierung von Venezuela- kein Kommentar

http://www.spiegel.de/politik/ausland/venezuela-us-drogenfahnder-ermitteln-gegen-regierungsvertreter-a-1034358.html

Samstag, 16. Mai 2015

Kolumbien: Aggressive Angriffe auf FARC

Der Friedensprozess in Kolumbien ist ins Stocken geraten, die Bevölkerung ist nicht mehr so einverstanden mit dem Vorgehen von Präsident Santos. 

Jetzt zeigt er militärische Stärke, um die Verhandlungen mit den kommunistischen FARC wieder zu beleben. Viele illegale Bergwerke in den Departaments Guainía und Vichada im Osten von Kolumbien im Grenzgebiet zu Venezuela und Brasilien wurden militärisch übernommen und geschlossen.
Der illegale Abbau von Bodenschätzen, darunter Gold, Coltan und Wolfram hat sich in den letzten Jahren neben Drogen und der Schutzgeldern zur einer der wichtigsten Einnahmequelle der Terroristen entwickelt.
Laut Schätzungen der Regierung erhält die FARC durch den illegalen Bergbau monatlich über 8 Millionen $.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Vulkanausbruch in Niacaragua

In Nicaragua steht der Vulkan Telica seit einigen Tagen kurz vor dem Ausbruch. Es leben rund 2500 Menschen in unmittelbarer Umgebung des Vulkans, evakuiert wurde nicht. auch für Touristen ist der Vulkan noch zu besuchen. Einige Besucher haben somit spektakuläre Bilder direkt am Vulkan machen können.
Seit Sonntag dem 10.05. soll es auf dem Telica, immerhin einer der aktivsten Vulkane in Mittelamerika, immer wieder kleine Ascheexplosionen gegeben haben. Auch leichte Erbeben seien zu spüren gewesen.

Freitag, 24. April 2015

Managua- Das Millionen Dorf

Die Hauptstadt von Nicaragua würde im 16 Jahrhundert gegründet und ist seit 1858 das Politische und Wirtschaftliche Zentrum des Landes.
Gelegen am Südwestlichen Ende des Managua Sees; beherbergt die größte Stadt Nicaraguas, mit über einer Million Einwohnern, die Regierung  , den Verwaltungssitz des gleichnamigen Departamentos, den Sitz des Erzbischofs, die Universität Centroamerica und den Zentralamerikanischen Gerichtshof.
Managua bedeutet im Indianischen: „Dort, wo es eine große Wasseroberfläche gibt.“ Damit ist der Managua See gemeint, aber auch die vier Lagunen, die sich im Stadtgebiet befinden.
Die Stadt wurde leider in der Vergangenheit einige Male von kräftigen Stürmen und zahlreichen Erdbeben heimgesucht. Die jüngste Katastrophe ereignete sich 1972, in diesem Jahr gab es ein besonders schweres Erdbeben, dem Tausende Menschen und die Historische Altstadt zum Opfer fielen. Der damalige Regierungsträger entschied, die Altstadt nicht wieder aufbauen zu lassen. Das ist der Grund, weswegen Managua keinen richtigen Stadtkern besitzt und das Stadtbild durch niedrige Häuser geprägt ist.
Die Infrastruktur ist, im Vergleich zu anderen Mittelamerikanischen Städten, sehr gut ausgebaut. Alle Hauptstraßen des Landes führen in die Hauptstadt und der internationale Flughafen ist in wenigen Minuten über einen große Autobahn erreichbar. Von Managua aus, fahren auch fast alle Fernbusse in die Küstenregionen und Nachtbarländer. Jedoch fällt die Orientierung, auf Grund von fehlenden Straßennamen und Hausnummern, ein wenig schwer. Es empfiehlt sich, steht mehrfach nachzufragen.
Empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten sind z.b. die Kathedrale Santiago de Managua, der Plaza de la Revolutíon, genauso wie das Rubén Darío National Theater. Für Nachtschwärmer empfiehlt sich der Club „El Chamon“, für einen preiswerten Eintritt bekommt man alle Getränke gratis.
Managua ist eine Stadt wie keine andere,- riesenhaft, facettenreich, unübersichtlich und einfach nur faszinierend. Wenn man sich auf die Stadt einlässt, wird einem Bewusst, wie viel sie zu bieten hat.  

Mittwoch, 22. April 2015

„Den Platz, an den die Schildröten kommen“



Das ist die Übersetzung von Tortuguero, meinem ersten Reiseziel.
In aller Frühe geht’s los. Erst nach San Jose, dann über die Berge zur nördlichen Karibikküste zum Anfang des Nationalparks Tortuguero. Von dort an kommt man nur noch mit dem Boot voran.
Tortuguero ist ein Delta-Archipel, das sich durch Dutzende kleinere und größere Kanäle auszeichnet, die dicht bewaldete Regenwaldabschnitte umschließen.
Bereits auf der Fahrt zur Lodge lassen sich viele exotische Tiere erblicken, dementsprechend dauert die Fahrt auch recht lange.
An der Lodge angekommen staune ich nicht schlecht, über das großzügig angelegte Gelände, auf denen sich die Hütten, mit den Zimmern befinden. Die Lodge könnte nicht besser gelegen sein, auf der einen Seite der Kanal, auf der anderen Seite die Karibik. Schade ist, dass das Meer zum Schwimmen zu gefährlich ist.
Nach einem guten Mittagessen startet der Rundgang, durch das nah Gelegene 700 Seelen Dorf Tortuguero.

In Tortuguero ist das Boot das einzige Fortbewegungsmittel, Autos gibt es keine.
Für meinen Geschmack ist Tortuguero ein bisschen zu touristisch erschlossen, dennoch besitz es einen einzigartigen Flair.

Tortuguero liegt genauso wie die Lodge zwischen Kanal und Karibik, die Häuser sind klein und Bund und es gibt viele gemütliche Möglichkeiten etwas zu essen oder zu trinken.
Um den Tag dann noch abzurunden kann man sich mit einem Bier an den Strand setzen; nur zu empfehlen.





Für weitere Informationen:
http://www.alautentico.com/index.php/de/touren/202-tortuguero
     

Montag, 6. April 2015

Die Geschichte Kolumbiens    Teil 2

In den darauffolgenden Jahren, rund um die Jahrhundertwende, herrschte eine große Instabilität, sowie Rivalität zwischen den großen politischen Lagern.
Im „Krieg der Tausend Tage“, eskalierte die Situation und die Konservativen Kräfte lieferten sich einen erbarmungslosen Bürgerkrieg mit den Liberalen.
Im Zuge des Krieges gelang es Panama, mit Hilfe der USA, sich von der kolumbianischen Herrschaft zu befreien. Trotz weiterhin bestehenden großen Spannungen innerhalb des Landes, erlebte  Kolumbien, in den nächsten Jahrzehnten eine Wirtschaftliche Blütezeit.
Die Situation kippte erst wieder 1948, Auslöser dafür war die Ermordung eines hohen liberalen Politikers. Es kam zum „Bogotazo- Aufstand“, der sich zu einem grausamen Bürgerkrieg entwickelte. Die Zeit des Bürgerkrieges wurde „La Violencia“ genannt und forderte bis zu den Sechziger Jahren, um die 180 000 Tote. Im Jahr 1957 entschärfte sich die Lage erst wieder, als sich die beiden größten Politischen Lager des Landes, nämlich die Konservative und die Liberale Partei, zur „Nationalen- Front“ zusammen schlossen.
Dort wurde die Vereinbarung getroffen, dass sich die Parteien in einem vier Jährigen Turnus, mit der Regierung abwechseln sollten.
Die Vereinbarung, zog jedoch den Zorn der kleineren Parteien, besonders der radikal linken, auf sich.
Es bildeten sich  Guerilla-Gruppen, die einen neuen Staat unter marxistischen Grundlagen, gewaltsam einforderten. Die einflussreichsten Gruppierungen, waren die FARC, ELN und die M-19.
Im Laufe der 70er Jahre entwickelten sich zusätzlich mächtige Drogenkartelle, die teilweise mit den Guerillas kooperierten. Unter der Führung der Kartelle, wurden paramilitärische Verbände gegründet, welche das Land zusätzlich destabilisierten. Die Wirtschaftskraft sank, die Kriminalitäts- und Korruptionsrate stieg an.
Ein Schritt in Richtung Ordnung fand 1991 stat. In dem Jahr wurde die bestehende Verfassung ratifiziert, sie wurde um entscheidende politische, ethische und humane Rechte ergänzt.
Eine Klausel, die vermutlich unter Bestechung der Drogenkartelle, mit eingebracht wurde,- verbot die Auslieferung von Kolumbianischen Straftätern. Der Hohepunkt der Korruptionsaffären, ereignete sich im sogenannten 8000-Prozess. Es wurde bekannt, dass die Wahl-Kampagne eines hochrangigen Liberalen-Politikers, vollständig von dem Geld des Kartells finanziert worden war. Ende der 90er Jahre, proklamierte die Regierung, unter dem Wunsch nach Ruhe und Gewaltfreiheit, demilitarisierte Landstriche. In diesen Regionen sollten sich die Kartelle, Guerillas, sowie die Regierungstruppen fern halten.
Die Drogenkartelle hielten sich allerdings nicht an die Abmachung.
Unter der Führung des Präsidenten Alvaro Uribe, startete eine große Offensive gegen alle illegalen Paramilitärischen-Vereinigungen. Uribe vertrat die Auffassung, dass man nicht den Gegnern der Regierung verhandeln könne, eine Verbesserung der Sicherheitslage innerhalb des Landes sei nur mit Gewalt durchzusetzen.
Seine offensive wurde mit von dem USA, mit Ausrüstung und Geld unterstutzt und zeigte große Erfolge. Die Kriminalität ist zurückgegangen und die Macht der Guerillas und Drogenkartelle, fast komplett durchbrochen.
Die Folgen des Gewaltsamen Vorgehens: Wirtschaftlichen Aufschwung, mit einem gestiegenen Tourismus, ebenso wie die Verbesserung der allgemeinen Sicherheitslage.

   

Sonntag, 5. April 2015

Die Geschichte Kolumbiens   Teil 1

Die ersten Beweise einer Zivilisation auf dem Gebiet, des heutigen Kolumbiens, gehen          20 000 Jahre zurück. Es handelte sich um kleine Gruppen, überwiegend Jägern und Sammlern.
Dies waren die Vorfahren der späteren Hochkultur der Chibcha, diese entwickelte sich vor ungefähr 5000 Jahren und gehörte neben den Inkas, zu den Fortschrittlichsten Indigenen Stämmen von ganz Lateinamerika.
Um 1500 n. Chr. entdeckte Christoph Kolumbus, das Festland nahe dem heutigen Panama. Acht Jahre später sollte dann die Eroberung des Gebiets unter spanischer Krone beginnen; sie stand unter der Führung vom Abenteurer und Eroberer Vasco de Balboa.
1525 war der Nördliche Teil des zukünftigen Kolumbien bereits unter Spanischer Kontrolle und die erste große Siedlung namens „Santa Marta“, gegründet. Initiator war der Spanier Rodrigo de Bastidas, der sich bereits beim Erschließen von Panama einen Namen gemacht hatte.
1538 bekam der Kampf gegen die Ureinwohner, zu einem symbolischen Höhepunkt,- als die zukünftige Hauptstadt Kolumbien „Santa Fé de Bogota“, auf dem Gebiet der ehemaligen Metropole der Chibcha, errichtet wurde.
In den darauffolgenden Jahren wurde Kolumbien vollständig erschlossen und ein Großteil der Indianer vernichtet. Die Indianer wurden verfolgt, umgebracht oder von Europäischen Krankheiten, wie den Pocken, dahingerafft.
Mit  Beginn des 17 Jahrhunderts, führten die spanischen Besatzer, eine große Menge von Afrikanischen Sklaven ein. Diese Bevölkerungsgruppe soll in den darauffolgenden Jahren, die Kulturbildung ausschlaggebend beeinflussen.
Anfang des 19 Jahrhunderts wurde die Stimme nach Unabhängigkeit von den spanischen Kolonialherren laut und auch gehört. Mit Unterstützung von der kürzlich  unabhängig gewordenen Dominikanischen Republik, gelang es dem, in Venezuela geborenen Freiheitskämpfer Simón Bolívar, Kolumbien, in die Selbständigkeit zu führen.
Daraufhin  wurde im Jahr 1819 das Großkolumbianische Reich gegründet, was das heutige Venezuela, Ecuador und Kolumbien zu einem instabilen Gebilde zusammenschweißen ließ. Später trat noch Panama dem Reich bei. Das großkolumbianische Reich sollte nicht lange bestehen bleiben; 1830 spalteten sich Ecuador und Venezuela ab. Panama versuchte sich ebenfalls abzuspalten, der Versuch schlug jedoch fehl. 1863 wurden die „vereinigten Staaten von Kolumbien“ ausgerufen.
Erst im Jahr 1886 bekam Kolumbien den Namen: „República de Colombia“, dieser besteht bis heute.

Donnerstag, 26. März 2015

Das grüne Land 

Costa Rica schafft es nicht nur mit einer unglaublich schönen und intakten Natur, seine Besucher im Bann zu halten, sondern auch mit dem Bewusstsein, dass die Natur ein Geschenk ist, um dessen Erhaltung man sich bemühen muss.
Ein Viertel der gesamten Fläche Costa Ricas ist Naturschutzgebiet und der Öko-Tourismus floriert.
Um nun noch mehr für Nachhaltigkeit zu unternehmen, hatte sich das Land 2009 ein Ziel gesetzt. Costa Rica sollte als erstes Land auf der Welt, bis 2021 vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen.
Bereits im Jahre 2012, war der Bestandteil, der Erneuerbaren Energien auf 70% angestiegen.
Hauptsächlich Stauseen, erwirtschaften momentan den grünen Strom. Das Land besitzt vier große Stauseen, beim Arenal, Cachí, La Angostura und bei Pirrís.
Durch starke Regenfälle seit Januar, kam es nun dazu, dass Costa Rica bereits für 75 Tage auf die fossile Energiegewinnung verzichten konnte. Das Land setzt damit, ein in der Welt einzigartiges Beispiel, der verantwortungsvollen Energiepolitik.

Freitag, 13. März 2015

Asche und sauerer Regen 

Der gestrige Ausbruch des Vulkans Turrialba, legte den Flugverkehr Costa Ricas lahm und zog starke Regenfälle mit sich.
Der Schichtvulkan Turrialba verfügt über drei Krater, befindet sich neben dem Vulkan Irazú und ist mit 3340 Metern Höhe, der zweit größte Vulkan Costa Ricas. Der Internationalen Flughafen Juan Santamaria ist nur 80 Kilometer entfernt. Die Hauptstadt San José, liegt noch näher.
Umliegende Dörfer mussten Evakuiert werden, Schulen blieben geschlossen und Menschen mit Atembeschwerden wurde geraten, Atemmasken zu tragen. Den Bürgern der Hauptstadt San José empfahl man, die Wohnung nur wenn nötig zu verlassen.
Der Vulcan Turrialba spuckte mehrere, bis zu 1000 Meter hohe Aschewolken aus. Diese sorgten dafür, dass der internationale Flughafen wegen schlechter Sicht geschlossen werden musste. Heute soll er jedoch wieder in Betrieb genommen werden.
Experten sprechen vom größten Ausbruch seit 18 Jahren und befürchten, dass weitere Eruptionen folgen werden.


Donnerstag, 12. März 2015

Das größte Bauunternehmen in der Geschichte Lateinamerikas

Durch Nicaragua soll in Zukunft ein 278 Kilometer langer, 230 Meter breiter und 30 Meter tiefer Kanal führen; initiiert durch Nicaraguas Präsident Ortega.
Das gesamte Bauvorhaben wird auf 40-50 Milliarden US-Dollar geschätzt. Da Nicaraguas Staatskasse, diese Menge an Kleingeht nicht parat hat, wurden Ausländische Investoren gesucht und auch gefunden. Eine chinesische Firma, die HKND-Group, erklärte sich bereit den Kanal zu bauen und zwar in einer Rekordzeit von nur fünf Jahren.
Der Kanal soll den Panama-Kanal ablösen, dessen Kapazitäten nicht mehr ausreichen seien sollen.
Der Baubeginn war vor kurzem, jedoch muss parallel eine eigene Infrastruktur errichtet werden, die teilweise nur geschotterten Straßen, können dem Vorhaben nicht gerecht werden.
Der Präsident verspricht, Arbeitsplätze und Wohlstand. Die Bevölkerung Nicaraguas gehört zu der ärmsten von ganz Lateinamerika und sehnt sich nach einer besseren Zukunft.
Jedoch bezweifeln einige, dass der Gewinn auch dem Volk zugutekommt. Sie denken, dass sie ihr Land  an China verkaufen.
Wieder andere vermuten, dass die Umweltschäden nicht akzeptierbar seien können.
Der Kanal soll durch Lateinamerikas größten Süßwassersee, dem Lago de Nicaragua, führen.
Dieser hat eine durchschnittliche Tiefe von 5 Metern, für den Kanal soll im See eine 30 Meter tiefe Rinne ausgehoben werden. Die Gefahr, dass der Kanal versalzt könnte, besteht zusätzlich.
Abgesehen von den unkalkulierbaren Umweltschäden, kommen kalkulierbare Umsiedlungen, im Gebiet des zukünftigen Kanals hinzu. Sie werden gegen eine kleine Entschädigung gewaltsam aufgefordert ihr Land zu verlassen.
Dennoch stimmten in einer Umfrage, ca. zwei Drittel der Bevölkerung für den Bau des Kanals.
Das stärkste Argument von ihnen: „Alles was unseren jungen Leuten ein Perspektive auf eine bessere Zukunft gibt, muss ich unterstützen“.

   
 
   

Dienstag, 10. März 2015

Öko-Tourismus in Costa Rica 

„Ökotourismus ist eine verantwortungsvolle Form des Reisens in naturnahe Gebiete, die zum Schutz der Umwelt und zum Wohlergehen der ansässigen Bevölkerung beiträgt.“
Zitat: The International Ecotourism Society (TIES) 

Eine klare Definition, die deutlich macht, dass der Öko-Tourismus zum Erhalt der Umwelt und einheimischen Bevölkerung abzielt; sprich nachhaltiger und naturnaher Tourismus.
In der Theorie deutlich formuliert , aber leider nicht immer unter dem Naturerhaltenden-Aspekt ausgeführt.
Costa Rica gehört zu den Ländern, die auf einen erfolgreichen Öko-Tourismus zurückblicken können.
Der Anfang muss bei der Bevölkerung und bei der Regierung des Landes geschehen.
Denn ohne ein lokales Umweltbewusstsein kann auch keines an die Touristen weitergegeben werden. Costa Rica besitzt mittlerweile eine regelrechte Öko-Tourismus-Kultur.
Hier sind einige Wichtige Punkte genannt, die aus einer Lodge eine Eco-Lodge machen:
Bereits beim Bau sollte auf Umweltfreundlichkeit geachtet werden, so sollten Materialien, wie zum Beispiel Holz genutzt werden und die am besten noch aus Restbeständen, gekauft von lokalen Händlern.
Ein Großteil der Energie sollte aus Solarzellen oder anderen erneuerbaren Energien gewonnen werden.
Es sollte auf Biologisch Abbaubare Reinigungsprodukte geachtet werden.
Es sollte ein Recycling- Plan vorhanden sein, auf laute Musik verzichtet werden und für die Beleuchtung nur Energie freundliche Glühbirnen, wie z.b. LEDs, verwendet werden.
Die Lebensmittel und Getränke sollten nur aus lokaler Produktion bezogen werden und auf unnötigen Müll durch Verpackungen verzichtet werden.
Die Lodge sollte nicht übermäßig groß sein und die Anzahl der Gäste gering gehalten werden und es sollten Einheimisches Personal eingestellt werden.
Im Idealfall wird noch eine Non-Profit-Stiftung, die sich um Nachhaltigkeit kümmert, unterstützt werden.
Am wichtigsten ist es die Touristen über die Kernpunkte vom Öko-Tourismus in Kenntnis zu setzten und ihnen ein Verständnis über Land und Bevölkerung zu vermitteln.
Gefährlich am Öko-Tourismus ist der Name, weil er möglicherweise zu stark lockt. Es muss darauf geachtet werden, dass kein Massentourismus entsteht. Denn Massentourismus bedeutet: Eine größere Infrastruktur, die ihrerseits Natur zerstört.
Die Naturerhaltung und nicht der Profit darf an erster Stelle stehen.